Tötungsdelikt

Täter war wegen häuslicher Gewalt aktenkundig

publiziert am 10.01.2018


Die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach hat für den 54- jährigen Kosovaren, der unter dringendem Verdacht steht, am Montagmorgen seine Frau und ein weiteres Familienmitglied getötet zu haben, Untersuchungshaft beantragt. Das zweite Opfer war die Schwester der Frau.

Die von der Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach angeordnete Obduktion hat ergeben, dass die beiden Opfer, die 38- jährige Ehefrau des Beschuldigten und deren 31-jährige Schwester an den Folgen von einer, beziehungsweise drei Stichverletzungen im Brustbereich gestorben sind. Die Tat- waffe, ein Messer, konnte am Tatort sichergestellt werden.

Die Spurensicherung ist abgeschlossen, wie die Staatsanwaltschaft schildert.

Die Hintergründe der Tat sowie der Tatablauf seien jedoch nach wie vor Ge- genstand der laufenden Ermittlungen. Kantonspolizei und Staatsanwaltschaft seien nun daran, das Spurenbild mit den bisher gemachten Aussagen des Beschuldigten abzuglei- chen.

Aus ermittlungstaktischen Gründen macht die Staats- anwaltschaft keine weiteren Angaben zu den bisher gewon- nen Erkenntnissen. Wegen häuslicher Gewalt aktenkundig Der Beschuldigte sei in Zusammenhang mit häuslicher Ge- walt gegenüber seiner Ehefrau aktenkundig.

Die am Montag getötete Ehefrau hatte im Januar 2017 Anzeige gegen ihren Ehemann erstattet. Nach zwei Tagen Haft wurde gegen den Beschuldigten eine zweiwöchige Wegweisung vom gemein- samen Wohnort verfügt.

Die Ehefrau zog danach ihre Anzeige zurück, weshalb die Staatsanwaltschaft das Verfahren im September 2017 gestützt auf Artikel 55a des Strafbe- setzbuches sistierte. Die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach habe für den Beschuldigten beim Zwangsmassnahmengericht die Anordnung von Untersuchungshaft beantragt.

Über den Abschluss des Ver- fahrens werde die Staatsanwaltschaft zum gegebenen Zeit- punkt aktiv informieren. pd

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